So können Sie Ihr Immunsystem stärken - besonders wichtig im Winterhalbjahr

Unser Immunsystem ist der Garant dafür, dass Bakterien, Viren und andere Parasiten uns nichts anhaben können oder sogar zu fleißigen kleinen Mitarbeitern für uns werden. Bei Bakterien geht die Zusammenarbeit sogar so weit, dass diese einen Bestandteil unserer Zellen bilden, die sog. Mitochondrien. Diese sind Kraftwerke und Energielieferanten in unseren Zellen in einer Win-Win-Situation mit unserem Körper.

 

Ich bin neugierig, welche Erkenntnisse wir noch über Viren haben werden. Die Viren-Forschung ist noch sehr jung. Viren sind übrigens keine selbständigen Lebewesen im Unterschied zu Bakterien. Nur durch einen Wirt können sie sich überhaupt halten.

 

Also - keine Sorge. Unser Immunsystem kennt das alles seit Beginn der Menschheit und kann damit umgehen. Wir sollten die Bedingungen, die es braucht, um gut zu funktionieren, verstehen.

 

So können wir unser Immunsystem sinnvoll und bestmöglich unterstützen.

Folgende Maßnahmen habe ich zusammengefasst. Manches oder vieles werden Sie schon kennen.

Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus ?

Nehmen Sie ein, zwei oder drei Maßnahmen für sich heraus, die Ihnen besonders symathisch sind und bauen Sie diese in Ihre Alltags-Routine ein. Das funktioniert i.d.R. am besten.

  1. Ausreichend Wasser zu trinken hält die Schleimhäute feucht und Ihren Körper fit. Ihr Körper kann reinigen und regenerieren.
  2. Warme Getränke helfen, unsere Körpertemperatur auf ca. 37 Grad zu halten, unsere Wohlfühl-Temperatur. Mit dieser Temperatur laufen alle Körperfunktionen optimal ab.
  3. Alle Kräutertees sind wärmend, besonders zu nennen sind Cystus-, Salbei-, Thymiantee und alle Chais, eine Gewürzmischung, die aus dem Hochland von Asien kommt. Dort weiß man, was wärmt und dem Körper gut tut.
  4. Unterstützen Sie Ihren Körper mit wärmender Kleidung, diese optimale Betriebstemperatur von 37 Grad ohne besonderen Energieeinsatz aufrecht zu erhalten. Dies erleichtert die Arbeit des Immunsystems enorm.
  5. Genügend Schlaf bzw. einfach auch Entspannen im Bett oder auf dem Sofa  ist ein wichtiger Garant für ein gutes Immunsystem.
  6. Essen Sie zu jeder Mahlzeit Gemüse oder Salat und Obst als Nachtisch in täglich wechselnder Zusammensetzung. Es ist nicht die Menge, die gut tut, sondern die Regelmäßigkeit.
    „One apple a day keeps the doctor away“ – ein Apfel am Tag … Es muss nicht viel sein ...
  7. Fügen Sie Säften und Salaten Zitronensaft hinzu – eine wunderbare Vit. C-Quelle
  8. Zink stärkt die Immunabwehr, enthalten in Nüssen, Getreide, Käse, Erbsen, Linsen, Bohnen …
  9. Eine pflanzlich betonte Kost mit wenig tierischen Lebensmitteln und einem hohen Anteil an Rohkost stärkt nachweislich das Immunsystem.
  10. Alle natürlichen Gewürze sind immunsystem-stärkend, besonders wärmend sind Ingwer, Paprika und Meerrettich, wer es verträgt, auch Chili. Damit sparsam sein, es kann die Schleimhäute reizen.
  11. Suppen sind ebenfalls sehr wärmend, berühmt dafür ist die Hühnerbrühe. Eintöpfe mit viel Gemüse sind auch sehr zu empfehlen und wunderbare Winteressen. Auch eine gute Gulaschsuppe gehört dazu.
  12. Fleisch von Tieren aus Weidehaltung, am besten mit Schlachtung auf der Weide, ist wesentlich gesünder als aus Massentierhaltung.
  13. Ausreichend Vitamin D im Winterhalbjahr einnehmen
    Meine Empfehlung in Übereinstimmung mit neuesten Erkenntnissen zu Vitamin D3: Die Größenordnung eines halbstündigen Sonnenbads beträgt ungefähr 20.000 i. E. Also ist es doch ideal, uns ganzjährig so viel Vitamin D zuzuführen, wenn wir nicht in der Sonne sein können. Das bedeutet, 2x2 Tropfen von Vitamin D3 mit 5.000 Einheiten pro Tropfen einzunehmen. In öliger Form wird Vitamin D3, ein fettlösliches Vitamin, am besten aufgenommen.
    Sie können auch Ihren Vitamin-D-Spiegel testen lassen. Er sollte auf jeden Fall im Bereich von über 30 ng/ml (gleichzusetzen mit 75 mol/l) liegen. Werte zw. 40-60 ng/l sind unbedingt anzustreben.
    Natürliche Quellen: In Milch, Butter, Eiern, Sahne ist Vit. D enthalten, aber nur, wenn die Tiere auf der Weide und damit in der Sonne sein können. Fetten Fisch, der auch Vit. D enthält, ißt man i.d.R. zu wenig. Diese Quellen können also leider nicht wirklich mitgezählt werden.
  14. So oft wie möglich an die Sonne gehen und täglich einen kleinen oder größeren Spaziergang machen.
    Stirn, Augen und Handrücken nehmen am meisten Sonnenlicht auf. Wenn es geht, also auf Stirnband, Mütze, Sonnenbrille und Handschuhe verzichten. Der Körper bildet hier Vit. D, das tut immer gut, reicht aber – wie gesagt – im Winterhalbjahr in unseren Breiten nicht aus. Aber Sonne ist nicht nur wegen des Vit. D wichtig. Das wäre zu praktisch gedacht. Sie ist eine grundlegende Lebensquelle, unsere Licht- und Wärmequelle schlechthin - ohne Sonne kein Leben.
  15. Kirschkernkissen: natürlich darf das Kirschkernkissen bei den Helfern im Winter nicht fehlen. Ich liebe es gut warm, fast heiß. Mein Kirschkernkissen ist der einzige Grund, warum ich noch eine Mikrowelle habe. Auf Anraten von Peter Newerla, Spezialist für Elektrosmog, in einem separaten Raum. Er sagt, die einfachen Geräte sind alle undicht und lassen die Mikrowellen durch.
  16. Öl ziehen: Prophylaktisch morgens vor dem Zähneputzen 1 Teelöffel Sonnenblumenöl im Mund ca. 5 Minuten durch die Zähne ziehen, danach ausspucken – hemmt das Keimwachstum im Hals und entgiftet auch andere Stoffe. Bei Halskratzen mehrmals täglich anwenden.
  17. Auszeit: ab und zu einfach mal "nichts" tun, "die Seele baumeln lassen", auf dem Sofa, an der Heizung, vor dem Kachelofen oder in einem Sessel oder bequemen Stuhl vor einem Fenster, durch das die Sonne in den Raum scheint ... vielleicht sogar an einem sonnigen, windgeschützten Platz, in eine Decke gehüllt ... das tut gut !
  18. Eine heiße Dusche oder ein heißes Bad am Abend, v.a. wenn man durchgefroren ist und dann gut eingehüllt in eine warme Decke ... eine weitere Wohltat, die Sie sich immer wieder gönnen können.
  19. Positives, optimistisches Denken, ein eigen-ständiges und selbstverantwortliches Sich-um-sich-kümmern, das ist die Haltung, die stark macht.
  20. Meditieren: ganz im Hier und Jetzt, ausgerichtet und aufgerichtet, über etwas oder um Antworten zu erhalten ... es ist nachgewiesen, dass die dabei entstehenden alpha-Wellen das Immunsystem besonders stärken.
  21. Stressreduzierung: Gestärkt durch diese Eigenständigkeit werden Sie immer besser wissen, wann Sie ja und wann nein sagen sollten, damit Ihr Leben für Sie stimmt.
  22. Mit dieser Selbstliebe sich um andere kümmern - das stärkt uns ebenfalls. Hildegard von Bingen spricht von der „Kraft guter Werke“, die uns Sinn und Ziel gibt und große Stärke verleiht.
     
  23. Homöopathie gegen beginnende Erkältung zur Selbstmedikamentation:
    - Ferrum phos. D6, stündl. 2 Glob. als Akut-Start, Häufigkeit bei Besserung reduzieren. Auch für Kinder geeignet. Oder als Schüssler Salz …
    - Roth`s RKT-Tropfen classic bei allen Beschwerden für Rachen, Kehlkopf, Trachea (Luftröhre). Einnahme vgl. Beipackzettel.
    - Causticum D6 Glob. Bei Heiserkeit, stündl. 2 Glob. bis Beschwerden aufhören
    Die Homöopathie bietet darüber hinaus so viele Unterstützungsmöglichkeiten, sodass ich hier auf Selbsthilfe-Bücher oder eine individuelle Behandlung verweisen muss.
  24. Zwiebelsaft trinken: Zwiebeln klein schneiden und mit Rohrohrzucker bedecken, zieht den Saft aus den Zwiebeln. Von diesem Saft ein Schnapsglas voll täglich trinken … gut gegen Husten. Die ähnliche Wirkung hat Rettichsaft, auf die gleiche Weise zubereitet, für diejenigen, die Rettich bevorzugen.

Senfmehl-Fußbäder sind bei kalten Füßen sehr nützlich. 50 gr. Senfmehl in der Apotheke kaufen, 2 Esslöffel davon in ein Fußbad. Die Temperatur durch Nachgießen von heißem Wasser ansteigen lassen. Max. 20 Min. Danach ins Bett ... Am nächsten Tag ist dann alles wieder in Ordnung.

Probieren Sie`s aus - es tut richtig richtig gut !

 

Bekannt ist auch, dass unser Darm einen wesentlichen Teil unseres Immunsystems darstellt. Dieses Thema ist sehr umfangreich.
Hier folgende Hinweise: Naturjoghurt, fermentierte Gemüse und Säfte enthalten viele positive Darmbakterien, die unsere Darmbesiedlung, unser Mikrobiom stärken. Gemüse, das noch auf guter Erde gewachsen ist, tut dies auch.

 

Bitte lassen Sie alle Produkte, die  Konservierungsstoffe enthalten, weg. Das würde sofort Ihr Darmmikrobiom schädigen. Aus diesem und anderen Gründen sind Antibiotika, die dies auch tun, soweit wie möglich zu vermeiden.
 

 

Liebe Patienten, sollten Sie Fieber bekommen: bitte unterdrücken Sie Fieber nicht. Das ist die beste Waffe unseres Immunsystems, wenn vorsorgliche Maßnahmen aus irgendwelchen Gründen nicht ausreichten, um uns stabil zu halten.

In einem eigenen Abschnitt finden Sie Informationen "Zum Sinn von Fieber" und der Wichtigkeit einer naturheilkundlichen und homöopathischen Begleitung von Fieber, um dem Körper zu helfen, bald wieder fit zu sein.

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